Das Cafe Royal Salonorchester, wurde 2005 durch Familienmitglieder der Sinti–Familie Weiss aus Hamburg, dem Gitarristen Clemens Rating und Bassisten Axel Burkhardt gegründet.
Lag der musikalische Schwerpunkt anfänglich auf der Musik des legendären französichen Sinti-Gitarristen Django Reinhardt (und dessen ebenso berühmten „Quintett de Hot Club de France“), dem „Gypsyswing“, so wurde das Spektrum bald um Ungarische Musik, Wiener Kaffeehaus und eigene Kompositionen erweitert.
Im August 2006 stellte das Ensemble seine erste CD „KESA“ im Hamburger Literaturhaus der Öffentlichkeit vor, welche benannt ist nach dem Vorfahr der Familie Weiss, dem unter den Deutschen Sinti einst über alle Maßen geschätzten Geiger Carlos Weiss, genannt Kesa. Als Referenz an das frühere, gefeierte „Carlos Weiss Orchester“, ist die Debüt-CD des Cafe Royal Salonorchesters auch Zeugnis einer neuen Generation Sinti-Musiker, die auf der alten, verehrten Tradition ihrer Väter aufbauen, um neue musikalische Wege zu gehen und einen eigenständigen Klang zu kreieren.
Die Geschichte der Familie Weiss und des Cafe Royal Salonorchester aus Hamburg wurde in der 90-minütigen ARD-ARTE Dokumentation „Djangos Erben“ (2008) von der Filmemacherin Suzan Sekerci, in Zusammenarbeit mit dem bekannten Regisseur Fatih Akin, einem breiten Fernsehpublikum präsentiert.